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Pavel Sinev

lebt und arbeitet in München

Pavel Sinev stammt aus einer großen Familie. Als Kind begann er Dinge, die er nicht haben konnte – Spielzeug etwa oder Süßigkeiten – stattdessen auf Papier zu Zeichnen. Heute zeichnet der Künstler, ehemaliger Student der Freien Kunst bei Prof. Hermann Pitz in München, noch immer. Er ist den Linien seiner Zeichnungen treu geblieben. Nur überträgt er diese jetzt in sein skulpturales Œuvre, indem er Objekte aus Draht, Seilen, Schläuchen und vor allem Kabeln formt. Pavel Sinev modelliert dreidimensionale „Zeichnungen“ im Raum und macht sie so im wahrsten Sinne des Wortes „greifbar“.

Aus langen, durchgehenden Strängen Kabel entstehen – mit Hilfe von Kabelbindern – Blumenvasen, Totenköpfe, Schuhe, Büsten, Torsi, Musikinstrumente oder „Bobby-Cars“, meist in Originalgröße, teilweise illuminiert und mit Steckern oder Schaltern, Leuchtmitteln oder Lüsterklemmen, ergänzt. Mit einfachen Materialien, gerade solchen, die die meisten Menschen im Alltag und vor allem Künstler in ihren Arbeiten am liebsten verstecken, schafft Pavel Sinev Abbilder seiner „Wünsche, Ängste und Träume“.

Er wählt Motive und Alltagsgegenstände, die er mit Glück und Zufriedenheit, Leben und Tod, Liebe und Natur in Verbindung bringt. Dabei greift er auch immer wieder auf klassische Sujets und skulpturale Konzepte der Kunstgeschichte zurück und setzt sie humor- und kunstvoll zugleich um.

Seine Blumenvasen erinnern trotz ihrer spezifischen Beschaffenheit an klassische Stillleben, seine Totenschädel lassen an Vanitassymbolik und Memento-mori-Darstellungen denken, seine Version des gekreuzigten Christus ist von innen beleuchtet und seine Fassung der Büste der Nofretete trägt eine Gasmaske und den Titel „Beauty and the Beast“. Andere Objekte, wie Schuhe, Flaschen, E-Gitarren, Kinderspielzeug, Lampen oder sogar Autos evozieren unmittelbar Assoziationen zur Pop Art. Doch woran der Betrachter auch immer denken mag, für den Künstler hat jedes seiner Objekte eine persönliche Bedeutung – sie sind für ihn immer wichtiger als der reale Gegenstand.

Weitere Informationen unter: Flachware.de, Pavel Sinev