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Bastian Hoffmann

lebt und arbeitet in Köln

Ein Wasserstrahl springt in perfektem Parabelbogen von einem Sockel zum anderen (Ohne Titel, 2014); ein über mehrere Stockwerke reichender Turm aus aufeinandergestapelten Obstkisten schwankt in völliger Harmonie sanft von rechts nach links (Eden was never so close, 2013); ein schwarzes Auto überfließt in vollendeter Gleichmäßigkeit eine dünne Schicht aus Wasser (Maximum Power II, 2014) und ein Felsbrocken schwebt scheinbar mühelos über einem weißen Sockel im Ausstellungsraum (Jürgen, 2013).

In Bastian Hoffmanns Werken, die Video ebenso umfassen wie Skulptur, scheinen die üblichen Gesetzmäßigkeiten nicht mehr zu gelten. Mit scheinbar minimaler Geste irritieren seine Skulpturen unseren Blick, spielen mit unserer Erwartungshaltung und lassen dabei die oftmals aufwendige technische Inszenierung, die ihnen zugrunde liegt, in den Hintergrund rücken.

Ohne zu explizit zu werden, wirft Hoffmann den Betrachter durch seine skulpturalen Eingriffe und humorvollen Brechungen unserer Vorstellung von Realität auf den eigenen Wahrnehmungshorizont zurück und überlässt es ihm selbst, die richtigen fragen zu stellen: Welche Geschichte erzählt uns ein labil schwankender Turm aus Obstkisten, aufgestellt in einem Versicherungsgebäude?

Ebenso durchchoreografiert wie seine skulpturalen Arbeiten sind Bastian Hoffmanns Video-Tutorials, die seit 2012 in stetig wachsender Serie entstehen. Hoffmann greift hier das Phänomen der YouTube-Video-Tutorials auf und führt das DIY-Prinzip mit Hang zur Selbstdarstellung, das dort millionenfach reproduziert wird, ad absurdum. So zeigt er in „Individual Candle“, wie man aus einer industriell produzierten Kerze durch Einschmelzen und Neugießen ein manuell fabriziertes Unikat herstellt oder wie man sich auch im
schönsten Sommer eine Schlammschlacht auf dem eigenen Fahrrad leifern kann („How to prepare a bike, that cycles everyday in mud“).

Man sollte seinen Aufforderungen unbedingt Folge leisten, um den oft erhellenden und immer unterhaltsamen Perspektivwechsel, den uns der Künstler anbietet, nicht zu verpassen.

Bastian Hoffmann beendete sein Studium 2015 mit Auszeichnung an der Kunsthochschule für Medien Köln (Prof. Wohnseifer/ Prof. Kuball) sowie an der Kunstakademie Düsseldorf (Prof. Grünfeld).

www.bastian-hoffmann.com

 

Vita

1983
geboren in Frankfurt am Main

2012 – 2015
Gaststudent an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Thomas Grünfeld

2012 – 2015
Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln bei Prof. Mischa Kuball und Prof. Johannes Wohnseifer

2012
Staatsexamen in Kunst und Geographie an der Bergische Universität Wuppertal und Universität zu Köln

2006
Faculdade de Belas Artes de Lisboa

Einzelausstellung

2015
HOW TO, SSZ-Sued, Köln

2014
Bastian Hoffmann, EG Null – Raum für junge Kunst, Generali Deutschland, Köln

Gruppenausstellung (Auswahl)

2015
Ausweitung der Lernzone, Kunsthalle, Berlin Weißensee
The Graduation Edition, V_2 Institute for the unstable Media, Rotterdam NL
EMAF, European Media Art Festival Osnabrück
Kreuzberg Pavillon, Berlin
Videonale 15 Parcours, Bonn

2014
Audi Art Award, Boui Boui Bilk, Düsseldorf
Kunstfilmtage Düsseldorf
Die Ausstellung, Kunst im Tunnel (KIT), Düsseldorf
Galerie Januar, Bochum
Eden was never so close, Art Cologne
Zweiundzwanzig minus eins, Wirtschaftsministerium-NRW, Düsseldorf
Full Saturation, Kunstpavillon München
in rainbows, Plattformjungekunst, Kunstraum der Scheidt`schen Hallen, Essen

2013
lab30, Kulturhaus abraxas, Augsburg
Paraflows, Kunstverein „das weisse haus“, Wien
Daisy Chain, Köln
My Eyes Hurt, Art Cologne

Auszeichnungen und Stipendien

2016
DAAD-Stipendium, 6 monatiger Arbeitsaufenthalt in New York, USA

2015
Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler
Projektförderung der Kunststiftung NRW

2006
Auslandsstipendium an der Kunstakademie Lissabon (Facultade de Belas Artes, Universidade de Lisboa)